Vorsorge - Früherkennung
Die meisten Praxen behandeln gängige Erkrankungen. Dabei übersehen wir oft
neue Volkskrankheiten, deren Folgen noch nicht unmittelbar Schmerzen oder
Behinderungen erzeugen. Hier muss vorausschauend viel investiert werden.
Vorbeugung verhindert Leiden der nächsten Jahre.
Die Osteoporose
"Knochenerweichung" war lange eine Krankheit alter Frauen in hohem Alter.
Ein Bruch des Schenkelhalses beendete nach Monaten häufig das Leben. Heute
wissen wir, dass diese Erkrankung bereits im 5. bis 6. Jahrzehnt das Leben zur
Hölle machen kann: Wirbelbrüche, Knochenschmerzen und schwere Haltungsfehler
führen zu äußerst schmerzhaften Zuständen, Krankenhausaufenthalten und
Behinderung. Völlig neu erkannt wurde die Osteoporose bei Männern.
Hier kann Früh-Diagnostik schweres Leid verhindern. Die Messung der
Knochen-Eiweiß-Struktur in repräsentativen Arealen gibt früh Auskunft über
die schleichende Gefährdung. Durch prophylaktischen Ersatz fehlender
Minerale oder Hormone kann - vorausgesetzt die Diagnose ist gesichert - das
schicksalhafte Krankheitsbild abgewendet oder deutlich gemildert werden.
Neue Brüche können wir verhindern und frühzeitige Behinderung vermeiden.
Herzinfarkt
Die fünf Kardinalrisiken des Herzinfarkts sind bekannt: Hochdruck, Zucker,
Fette, Rauchen und Stress. Sie sind allesamt behebbar - und sie müssen
behandelt werden, wenn familiäre Risiken bestehen. Inzwischen wissen wir:
Ursache des Infarktes ist eine Erkrankung der Gefäße. Wir bezeichnen sie als
"endotheliale Dysfunktion". Auch diese Störung ist - wenn sie diagnostisch
gesichert ist - behandelbar. Der Herzinfarkt ist vermeidbar, wenn die
Grundkrankheiten konsequent angegangen werden.
Hierzu sind weniger Medikamente nötig als eine umfassende Aufklärung über
die Risiken. Eine eindrucksvolle Vermessung der Adern-Beschaffenheit durch
hochfrequenten Ultraschall macht sichtbar, was sonst in wenigen Jahren das
Leben von Menschen dramatisch verändern kann. Es lässt auch Therapie-Erfolge
sichtbar werden und von daher die Motivation verstärken.
Schlaganfall
Der Schlaganfall ist in 85% Symptom einer Krankheit, die sich an den Adern abspielt. Er
ist vermeidbar oder sein Auftreten ist bei Hochrisikopatienten
wenigstens in höhere Lebensalter zu verdrängen. Voraussetzung: einmalige
peinliche Analyse der Risikofaktoren und reale Abbildung der
hirnversorgenden Adern mittels Ultraschall und Doppler-Frequenz-Analyse.
Vor allem bei erhöhtem familiären Risiko oder Vorliegen mehrerer
Risiko-Faktoren ist eine solche Untersuchung heute unerlässlich.
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